Der Mai ist die Hauptgeburtszeit der Rehe. Ihre Kitze sind winzig, geruchlos und vollkommen schutzlos. Ihr Überleben beruht darauf, regungslos im hohen Gras zu verharren – eine Strategie, die gegenüber Maschinen und freilaufenden Hunden wirkungslos ist.
Schon ein kurzer Kontakt mit einem Hund kann für ein Rehkitz tödlich enden. Offene Bisswunden entzünden sich, häufig nimmt die Mutter das verletzte Jungtier nicht mehr an. Der Tod erfolgt leise und meist unbemerkt.
Gleichzeitig beginnt die Mähsaison. Moderne Mähwerke erfassen große Flächen in kurzer Zeit – Rehkitze haben keine Chance zu fliehen. Jährlich sterben tausende Jungtiere bei der Mahd.
Um dieses Leid zu verhindern, arbeiten Landwirte und Jäger eng zusammen. Mit Absuche der Flächen, angepassten Mähmethoden und zunehmend auch mit Wärmebilddrohnen gelingt es, viele Tiere rechtzeitig zu retten. Unterstützt werden diese Maßnahmen unter anderem von der Steirische Landesjägerschaft.
Rücksicht, Anleinen von Hunden und gute Zusammenarbeit können jetzt den entscheidenden Unterschied machen.
Tipp für Landwirte: Wenden Sie sich vor der Mahd an die örtliche Jägerschaft oder erkundigen Sie sich beim Jagdamt Weiz nach einem Drohnenteam in Ihrer Nähe!

Quellenangabe (www.istockphoto.com)


